Neue Zürcher Zeitung - Ein historischer Schritt für Taekwon-Do und den Frieden auf der koreanischen Halbinsel
- Peter Regan
- 10. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Liebe Mitglieder, liebe Eltern
Wir freuen uns, einen bedeutsamen Artikel aus der Neuen Zürcher Zeitung mit euch zu teilen, der unter dem Titel „Die jahrzehntelange Spaltung im Taekwondo beginnt sich zu lösen“ am 10. September 2025 veröffentlicht wurde.
🔹 Zusammenfassung des Artikels:
Nach Jahrzehnten der politischen und organisatorischen Trennung nähern sich die beiden Weltverbände des Taekwondo – das in Südkorea ansässige World Taekwondo (WT) und die in Nordkorea beheimatete International Taekwon-Do Federation (ITF) – einander an. Im Rahmen der Weltmeisterschaft in Astana/Kasachstan war erstmals eine hochrangige Delegation von WT anwesend, um den sportlichen Austausch und eine mögliche Zusammenarbeit zu fördern.
Beide Organisationen erkennen an, dass ihre Unterschiede historisch bedingt sind und dass es Zeit ist, gemeinsam die Zukunft dieses einzigartigen Kampfsports zu gestalten. Ziel ist es, über die Politik hinauszuwachsen und Taekwon-Do wieder als verbindendes kulturelles und sportliches Erbe zu sehen.
Diese Entwicklung ist ein Zeichen der Hoffnung – für den Sport, für die Einheit Koreas und für den Weltfrieden.
🕊️ Persönliche Worte von Peter Regan, Präsident ITF Suisse:
Als Präsident von ITF Suisse und langjähriger Schüler des originellen Taekwon-Do freue ich mich zutiefst über diese Annäherung.
Ich möchte daran erinnern, dass General Choi Hong Hi, der Begründer des Taekwon-Do (1955), ein Offizier der südkoreanischen Armee war. Er war ein echter Patriot, der Taekwon-Do zunächst als modernes Selbstverteidigungssystem für Militär, Polizei, Luftwaffe und Zivilisten entwickelte.
Er gründete die International Taekwon-Do Federation (ITF) 1966, um seine Kunst weltweit zu verbreiten – nicht als Sport, sondern als Disziplin, Philosophie und Friedensinstrument. Doch aufgrund seiner offenen Kritik an der korrupten Regierung Südkoreas musste er sein Heimatland verlassen 1968.
Trotz seines Wunsches, in seiner Heimat zu sterben, wurde ihm von Südkorea die Rückkehr verweigert. So wandte er sich an Nordkorea, das ihn als echten Patrioten anerkannte. General Choi starb 2002 in Pjöngjang und wurde auf dem Ehrenfriedhof für Patrioten beigesetzt.
Ich hatte im Jahr 2011 das Privileg, sein Grab zu besuchen – ein bewegender Moment, der mich bis heute prägt.
In jedem Training verpflichten wir uns zu Freiheit und Gerechtigkeit, wie es General Choi lehrte.Ich werde niemals aufhören, mich für die Einheit und den Frieden auf der koreanischen Halbinsel einzusetzen. Jeder Schüler, jede Schülerin in unserer Schule ist Teil einer weltweiten Familie und ein Botschafter des Friedens.
Lasst uns gemeinsam weitertragen, was General Choi mit Herz, Geist und Opferbereitschaft begonnen hat.
Peter Regan 6. Dan ITF International Taekwon-Do Federation



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